Die besuchten Weingüter auf unserer Lunigiana Reise

Die Lunigiana ist vielleicht die an autochtonen Reben reichste Region Italiens. Über Jahrhunderte führten hier wichtige Handels- und Pilgerwege entlang (die Frankenstrasse, die Via del Sale – die Salzstrasse) und es mag daran liegen, dass dies zu einem so reichen Erbe der Weinvielfalt geführt hat. Die Rebsorten der Lunigiana sind von grossem Interesse für Studien der Universität Pisa, an denen viele Winzer der Gegend teilnehmen. Nennen wir nur einige der Rebsorten: Vermentino Nero, Pollera, Marinello, Groppello, Durella, Albarola, Uslina, Lugliesa, Bracciola, Barsaglina, Caloria, Luagda, Pinzamosca, Verdella, Varano Bianco ecc.

Leider hat sich im Lauf der Generationen einiges Wissen um die Tradition und die antiken Weinbautechniken verloren, vor allem in den entlegeneren Gebieten. Dennoch bietet die Region, früher wie heute, hervorragende Bedingungen für den Weinanbau, die Voraussetzung zur Herstellung aussergewöhnlicher Weine.

Auf unserer Reise lernen wir vor allem die kleineren Weingüter kennen und natürlich deren Winzer – alles starke Persönlichkeiten mit klaren Prinzipien. So entstehen aussergewöhnliche Weine, Ausdruck eines aussergewöhnlichen Territoriums.

Terra della Luna

Schon der Name deutet auf das historische Gebiet um die Stadt Luni herum hin und verspricht gute Weine. Allen voran natürlich der Vermentino, für den dieses Territorium weithin berühmt ist. Schon im 18. Jahrhundert sind aus einem Weinberg, der “Pezzo Grande” heisst, von der Familie Fabbricotti, einer Adelsfamilie aus Carrara, hervorragende Weine hergestellt worden. In dieser Tradition sieht sich auch Alessandro Vignali, ein junger kreativer Winzer, der das Weingut im Jahr 2006 übernommen hat. Mit sicherer Intuition beherrscht er die Harmonie zwischen Mineralität und Kräuternoten, die der besondere Boden und das Mikroklima in seinem Weinberg hervorbringt. Das Landgut macht auch in Bezug auf nachhaltiges Wirtschaften von sich reden: die Kellerei wurde mit Hilfe von Baubiologie errichtet, es gibt eine Fotovoltaikanlage und das Ziel komplett emissionsfrei zu wirtschaften. “Weil wir unseren Nachkommen eine intakte Erde hinterlassen wollen. Deshalb verfolgen wir die gleichen Prinzipien der Natürlichkeit auch bei unseren Weinen: so finden sich in den Weinen keinerlei Hilfsstoffe ausser ganz geringen Sulfiten”

Freuen Sie sich auf langlebige intensive Weissweine und einen sehr eleganten, feinen Rotwein.

Castel del Piano bei Licciana Nardi

Der Agriturismo Casteldelpiano ist eine restaurierte mittelalterliche Burg in Licciana Nardi, die inzwischen einen Bauernhof beherbergt. Hier werden wunderbare Weine hergestellt, die stark ihr Territorium widerspiegeln.

“Unser Weinberg liegt ganz in der Nähe des Flusses Taverone, der für einen fruchtbaren und gleichzeitig sehr mineralischen Boden gesorgt hat. Die Nähe zum Fluss und die Ausrichtung des Tales in Richtung Meer haben ein besonderes Mikroklima geschafffen: sehr warme und helle Tage und kalte und trockene Nächte.

Auf unserem Weinberg erhalten wir die Artenvielfalt: auf dem Weinberg wachsen 9 verschiedenen Rebsorten gemeinsam mit spontanen Wildpflanzen, umgeben von Hecken aus autochtonen Sträuchern, Olivenhainen, Misch- und Kastanienwäldern. Aber am wichtigsten ist der Boden: der Widerstand gegen Krankheiten und die Traubenqualität beginnt in den Wurzeln.
Die Vitalität des Bodens wird erhalten und gestärkt durch den Einsatz von Kompost. Es werden jedoch weder Kunstdünger noch Unkrautvernichter eingesetzt. Wir arbeiten den ganzen Tag im Weinberg und wollen, dass dieser ein gesundes und natürliches Umfeld für uns bedeutet.”

Fabbrica di San Martino

Die “Fabbrica di San Martino” befindet sich in der Toskana, auf den grünen Hügeln bei Lucca in der Weinbauzone des DOC Colline Lucchesi und an der  Strasse des Weines und Öles von Lucca. Von ihrem Standort aus geniesst die Villa einen herrlichen Panormablick über die Stadt Lucca mit ihrer berühmten Stadtmauer und auf die gesamte Ebene bis hin zum Meer.

Die Villa, erbaut im Jahr 1751, wurde mit grosser Sorgfalt restauriert. Es gibt einen wunderbaren toskanischen Garten und viele elegante Salons mit originalen Einrichtungen. In der Villa erlebt man die raffinierte Atmosphäre der Vergangenheit. Bei unserem Besuch werden Sie die Gelegenheit haben, die Villa zu besichtigen, bevor Sie die Weinverkostung vornehmen.

In der Fabbrica di San Martino erfolgt der Weinanbau nach den biodynamischen Prinzipien. Diese sehen einen engen Kontakt zwischen dem Land, den Pflanzen und dem Winzer vor. Ohne jeglichen Einsatz von Kunstdünger und anderen chemischen Substanzen ist es unmöglich, die Produktion zu “steuern”, sondern der Winzer muss sehr achtsam mit der Erde und den Pflanzen kooperieren und deren Rhytmen respektieren. Auf eine Art ist es also der Weinberg, der uns führt und lenkt, nicht andersherum.

Lassen Sie sich überraschen von den erstaunlichen Weinen, die so entstehen!

* bei der SONDERREISE (29.09. – 06.10.2018) könnte dieses Weingut durch ein anderes ersetzt werden!

Santa Caterina bei Sarzana

Wir befinden uns ganz in der Nähe von Sarzana Sarzana, am östlichen Ende Liguriens, im Zentrum des Magratales und zwischen dem Montemarcello und den Apuanischen Alpen. Santa Caterina ist ein Hügel, der aus rotem Ton besteht. Auf mal steileren mal sanfteren Terrassenfeldern wachsen unsere Reben von Vermentino, gemeinsam mit den Albarola und Sangiovese-Reben. Nicht weit entfernt, in Richtung Meer, bearbeiten wir weitere Weinberge mit Merlot, Ciliegiolo, Sauvignon und Tocai und weiteren Vermentino. Insgesamt haben wir 7,5 ha Weinberg und 3 ha Olivenhain.
Olivenbäume gibt es in jedem unserer Weinberge, immer an den Rändern.

Andrea Kihlgren ist ein bei Sommeliers und in der Fachwelt sehr respektierter Winzer, seine Vermentino-Wein gehören zu den Feinsten, die das Territorium zu bieten hat. Ausserdem ist es sehr spannend, bei einem Besuch seine Philosophie kennenzulernen – auch er ist aus tiefster Überzeugung Biowinzer und setzt sich gegen den Einsatz von Unkrautvernichtern in der Landwirtschaft ein.

Das Weingut Santa Caterina steht normalerweise nicht für den Besuch von Touristen offen, man ist hier nicht für solche Leistungen vorbereitet. Uns ist es gelungen Andrea zu einem Besuch zu überreden – nur für diese unsere Reise, die sich mit den Winzern eines Gebiets ganz intensiv beschäftigt.

Pietra del Focolare

“Wir wollen einen guten Wein herstellen, der Emotionen weckt. Wenn man mit Laura spricht, versteht man, dass das Verhältnis zwischen Weinbauer und Natur sehr leidenschaftlich ist und weit über reines wirtschaftliches Interesse hinausgeht. Zu Pietra del Focolare gehören 13 verschiedene kleine Weinberge, verteilt auf das ganze Territorium der Doc Colli di Luni.

Es ist ein echter Familienbetrieb, dabei ganz in Frauenhand – Laura und ihre Tochter kümmern sich um den Weinberg und werden uns mit viel Hingabe ihre Weine erklären. Sommeliers lieben den natürlich hergestellten Vermentino, der schon viele bedeutende Weinpreise gewonnen hat.”