Die besuchten Weingüter auf unserer Cinque Terre 2 Reise

Luciano Cappellini in Volastra

Seit vielen Jahren lebt Luciano jetzt schon in Parma und hat lange Zeit dort bei der Stadtverwaltung gearbeitet, aber sein Herz ist in Volastra geblieben und hängt an dem einzigartigen Ausblick, den uralten, von den Menschen gemachten Weinterrassen über dem Meer, dem Duft im Weinberg – ein Gemisch aus würzigen Macchiablüten und -blättern, der freudigen Aufregung zur Weinlesezeit, dem Aroma, das sich im ganzen Dorf ausbreitet, wenn der Wein in den Kellern zu fermentieren beginnt… Ihm tat es in der Seele weh, die Landschaft seiner Jugend immer mehr vernachlässigt zu sehen, immer mehr Terrassen wuchsen zu mit dichtem Gestrüpp. So hat er vor einigen Jahren ein ehrgeiziges Projekt in die Hand genommen und beinahe seine gesamten Ersparnisse hineingesteckt: er modernisierte den Weinkeller seiner Familie und begann, die Weinterrassen zu pflegen und den Wein nicht nur mit dem Wissen der Familientradition sondern unter Berücksichtigung der neuesten önologischen Erkenntnisse zu produzieren. Gemeinsam mit Arbaspàa ist Luciano weiterhin am Aufbau eines didaktischen Weinbergs beteiligt…

Cheo bei Vernazza

Weinberge mit Meerblick – das ist hier wirklich Programm. Bartolo, gebürtig aus Vernazza und seine Frau Lise (ursprünglich aus Dänemark) haben sich vor einigen Jahren dazu entschlossen, ihrem Dorf den grossen Weinberg „zurückzugeben“, der majestätisch über Vernazza thront. Ein unglaubliches Vorhaben für die beiden, das sie mit viel Energie und Ideologie angingen und das immer wieder von Rückschlägen unterbrochen wurde, sei es durch die Flut 2011, durch einstürzende Trockenmauern, wildernde Wildschweine, widrige Stürme oder auch die schwere Krankheit Bartolos. Aber allen Widrigkeiten haben sich die beiden sympathischen Winzer widersetzt und haben jeder Unbill getrotzt. So geniessen wir jetzt eine unterhaltsame Verkostung der interessanten Weine (zwei Cinque Terre DOC und ein wunderbarer Rotwein) in ihrem kleinen rustikalen Weinkeller!

Bartolo Lercari von Cheo bei der Weinernte

Walter de Battè & Prima Terra

Walter de Battè ist ein Weinkünstler, ein grosser Kenner und Experte des Weins, sowohl in der Theorie (kein wissenschaftliches Werk über Wein, das er nicht gelesen hätte) als auch in der Praxis im Rebberg, er ist ein mutiger Experimentierer und ein Wein-Philosoph. Er ist einer der grossen Meister des Weins an der ligurischen Ostküste geworden (zahlreiche junge Winzer arbeiten nach seinen Ratschlägen) und in ganz Italien geachteter Ratgeber, wo neue Weine geschaffen werden. Seine Weine verdienen seit Jahren die grössten Auszeichnungen unter den Cinque Terre-Weinen, beachtlich die Weissen, einzigartig die Roten. Ihm verdanken wir ganz neue Geschmackserlebnisse, die wir gern an Sie weitergeben möchten.

Walter de Battè arbeitet in seinem eigenen kleinen Weinkeller in Riomaggiore, wo er einen besonderen Weisswein produziert (Altrove) und er ist die Hauptfigur der Gesellschaft Prima Terra, die ihren kleinen Keller in Campiglia hat, ein kleiner Ort, den wir auf halbem Weg unserer Wanderung nach Portovenere erreichen werden. Hier entstehen ganz besondere Weine, die Carlaz, Harmoge, Cerico oder Tonos heissen (jeder Name hat eine eigene Geschichte). Allen Weinen gemeinsam ist ihre starke Verbindung zum Territorium – Walter liegt es besonders am Herzen, “das Territorium ins Weinglas zu bringen”. So “schmecken” wir in den Weinen das Mineralische unserer felsigen Böden, das Salzige des allseits präsenten Meeres, das Floreale und Balsamische der blütenreichen Mittelmeermacchia – alles in einem komplexen und spannenden Zusammenspiel. Dazu bedient er sich verschiedener Vinifizierungstechniken, die wir im Rahmen der Verkostung näher kennenlernen werden.